Hundehaftpflichtversicherung Kiel

Hundehalter-Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung für Hundehalter ist eine spezielle Form der Tierhalterhaftpflichtversicherung und schützt den Halter vor Schadenersatzansprüchen, die durch seine Tierhaltung entstehen können. Sie tritt ein bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Hierunter fallen z. B. Schmerzensgeld nach einem Hundebiss oder der Ersatz von teuren Schuhen eines Gastes, die ein Hund zerstört hat. Die Pflicht zur Hundehaftpflichtversicherung ist in der Gesetzgebung der Länder festgelegt. So gilt die Hundehaftpflichtversicherung in den Ländern Hamburg, Niedersachsen, Brandenburg, Thüringen und Berlin als verpflichtend für alle Hundehalter. In Nordrhein-Westfalen ist die Hundehalter-Haftpflichtversicherung nur dann vorgeschrieben, wenn das Tier eine Körperhöhe von 40 cm überschreitet. In Sachsen-Anhalt ist der Zwang zum Versicherungsschutz abhängig von einer Rasseliste (Kampfhundeverordnung). Dieser Zwang galt bis 2016 auch in Schleswig-Holstein (dort galt eine Deckungssumme von 500 000 EUR für Personenschäden sowie 250 000 EUR für Sachschäden), wurde dort aber inzwischen wieder abgeschafft. Auch in weiteren Bundesländern besteht unter bestimmten Voraussetzungen (Gefährlichkeit des Hundes) eine Pflicht zur Hundehalter-Haftpflicht. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern gibt es keinerlei Bestimmungen, die eine verpflichtende Versicherung für Hunde vorsehen.

Die Deckungssumme aktueller Versicherungstarife für Hundehalter liegt zwischen 3 und 10 Millionen EUR. Ein Hundehalterhaftpflicht-Versicherungsvertrag sollte auf keinen Fall eine geringere Deckung als 3 Millionen EUR aufweisen. Insbesondere bei Personenschäden entstehen schnell unübersehbare Kosten für die ärztliche Behandlung oder für bleibende Schäden, die durch eine entstandene Behinderung hervorgerufen wurde – hier können Schadensersatzansprüche schnell siebenstellige Beträge erreichen.

Neben der Deckungssumme ist auch der Leistungsumfang wichtig bei der Auswahl eines geeigneten Hundehalter-Versicherungstarifs.

So sollten folgende Leistungen im Versicherungsschutz enthalten sein:

  • Mietsachschäden: Hier kommt die Versicherung für alle Sachschäden in privat genutzen Räumen oder Gebäudeteilen auf.
  • Schutz auf Reisen, in Hotels oder im Ausland: Schäden, die ein Hund beispielsweise in einem Urlaubshotel verursacht, sind abgesichert.
  • Fremdhüterrisiko: Wenn gelegentlich ein Nachbar oder Freund mit Ihrem Hund Gassi geht, so sollte der Versicherungsschutz unbedingt auch beim Fremdhüten des Hundes gelten.
  • Welpen sind für ein Jahr beim Muttertier mitversichert. Erst danach muss für das Jungtier eine eigene Versicherung abgeschlossen werden.