Berufsunfähigkeitsversicherung Kiel

Berufsunfähigkeitsversicherungen

Von heute auf morgen nicht mehr seinem Broterwerb nachgehen zu können – sei es durch Krankheit, Unfall oder anderweitig hervorgerufene Invalidität – ist für viele Arbeitnehmer ein Albtraum. Der finanzielle Abstieg bedeutet in der Regel die Einbuße des bisherigen Lebensstandards. So dokumentiert eine Studie des Hamburger Instituts für Finanzdienstleistungen, dass immer häufiger eine schwere Krankheit der Grund dafür ist, dass betroffene Personen ihren monetären Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können und dadurch in die Schuldenfalle geraten. Seit 2005 hat sich der Prozentsatz der Betroffenen verdoppelt – Tendenz weiter steigend.

Hier setzt die Berufsunfähigkeitsversicherung an. Sie ist neben der bekannten Unfallversicherung ein weiterer Zweig der Invaliditätsabsicherung. Zwar ist die Berufsunfähigkeitsversicherung auch in Teilen durch die gesetzliche Rentenversicherung abgedeckt. Dies gilt jedoch nur für Versicherte, die vor 1961 geboren sind. Jüngere Pflichtversicherte erhalten im Invaliditätsfall allenfalls eine Rente aufgrund einer Erwerbsminderung, wobei diese im Höchstfall derzeit bei ca. 750 EUR liegt. Meist bleibt den Betroffenen also nichts anders übrig als staatliche Hilfen zu beantragen.

Vor diesen Hintergründen qualifiziert sich die Berufsunfähigkeitsversicherung als eine der unverzichtbaren Versicherungen überhaupt. Private Berufsunfähigkeits-Versicherer zahlen – zusätzlich zu Versorgungsbezügen und Sozialrenten – eine monatliche Rente. Jedoch ist es nicht ganz einfach, eine faire und bezahlbare Police zu bekommen. Die Versicherer wählen sich ihre Kunden in diesem Fall sehr genau aus und der Grund dafür ist nachvollziehbar: die Summen, die sie im Ernstfall zahlen müssen. So kann ein Versicherungsnehmer, der im Alter von 35 Jahren seine Arbeit aufgeben muss und mehr als 30 Jahre lang eine Rente von monatlich 2000 EUR erhält, die Versicherungsgesellschaft über 720 000 EUR kosten.

Grundsätzlich dient die Absicherung der Berufsunfähigkeit der Erwerbsabsicherung und nicht der Altersvorsorge. Bei den aktuell angebotenen Tarifen tritt die Berufsunfähigkeitsrente bis zum Regelrentenalter ein. Versichert wird das verfügbare Nettoeinkommen, dessen Ausfall sonst nur durch hohen finanziellen Aufwand zu ersetzen wäre. Es können aber auch unentgeltliche Tätigkeiten (z. B. Hausmann/Hausfrau) versichert werden.

Der monatliche Betrag richtet sich nach der Versicherungsdauer, die individuell vereinbart werden kann (z. B. bis zum 55., 60. oder 65. Lebensjahr). So zahlt ein 30-jähriger Arbeitnehmer für eine Berufsunfähigkeitsrente i. H. v. 1500 EUR/Monat, die bis zum 55. Lebensjahr ausgezahlt werden soll, einen Monatbeitrag von rund 30 EUR. Für eine Rentenzahlung bis zum 60. Lebensjahr beläuft sich der Monatsbeitrag auf ca. 45 EUR, bis zum 65. Lebensjahr auf ungefähr 60 EUR.